Przewalski-Wildpferd-Gehege Erlangen-Tennenlohe

Im März 2003 fiel im Naturschutzgebiet "Tennenloher Forst", einem ehemaligen US-Truppenübungsplatz, der Startschuß für ein außergewöhnliches Naturschutzprojekt: die Beweidung der offenen Sandlebensräume mit Przewalski-Wildpferden.

Die Urwildpferde sollen die ökologisch hochwertigen Flächen naturnah vor Verbuschung und Wiederbewaldung schützen. Im eingezäunten sogenannten Semireservat sollen sich die Pferde ohne menschliches Zutun ihren eigenen Lebensraum schaffen.

Sie stammen aus dem Tierpark Hellabrunn in München, sollen hier halbwild leben, und die Fohlen werden später in der Mongolei ausgewildert. 2003 wurden zunächst fünf Hengste eingesetzt, bevor 2004 die Herde mit mehreren Stuten aufgestockt wurde.

Der Tennenloher Forst zählt zu den größten Sandbiotopkomplexen Bayerns mit Silbergrasfluren, Heiden oder Borstgrasrasen, auf denen über 300 auf der Roten Liste aufgeführte bedrohte Arten nachgewiesen wurden.

 

In der Zeit von 2010-2011 wurde das Gelänge um ca. 35 ha vergrößert. Somit haben noch mehr Pferde einen Platz auf dem ehemaligen Militärgelände gefunden. Diese Erweiterung erfolgte als Ausgleichsfläche für die Bahntrasse nach Berlin.
Weiterhin wurden neue Schautafeln angebracht und neue Wege um das Gelände angelegt (inkl. Übersteig zweischen den beiden Weideflächen).

 

 

Neu seit 2013:

Ab sofort werden die Wildpferde durch eine kleine Gruppe von Ziegen bei der Landschaftspflege unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.wildpferde-tennenlohe.de

Information von: http://www.zoo-infos.de

Anschrift

Tennenloher Forst
Erlangen - Tennenlohe

Weitere Informationen:
http://www.wildpferde-tennenlohe.de

Anfahrt

Über die Przewalski-Pferde:

Das Przewalski Pferd (auch Asiatisches Wildpferd bzw. Mongolisches Wildpferd genannt) ist das letzte, ursprüngliche Wildpferd, dass bis heute in der Urform überlebt hat.
Erst im Jahre 1878 brachte der Russe Mikolai Michailowitsch Prschewalski, von einer Expidition nach Zentralasien, das Wissen über die existenz dieses Urwildpferdes mit in den Westen. Nach diesem Forschungsreisenden ist auch das Pferd benannt worden.

Im Jahre 1969 wurde das letzte freilebende Przewalski-Wildpferd gesehen. Ende des Zweiten Weltkrieges existierten weniger als 40 Exemplare in Zoos und privaten Gehegen. Heute existieren wieder mehr als 2000 dieser seltenen Pferde. Es wurden bereits Tiere wieder ausgewildert. 1992 wurden Tiere im Südwesten der Mongolei angesiedel. Später folgten Aussiedlungen in der Zentralen Mongolie und in der West-Mongolei. Auch wurden Tiere in Ungarn (Puszta) und in der Nähe von Tschernobyl angesiedelt.

Bilder aus dem Jahr 2012

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Bilder aus dem Jahr 2013

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