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Burgruine Zabelstein

mächtige Wehranlage im Bistum Würzburg

Lage und Geschichte

Mauerreste und Rundturm am Zabelstein

Die heutige Ruine der mittelalterlichen Burg befindet sich auf dem etwa 475 m hohen Zabelstein, im Steigerwald bei Hundelshausen (Michelau i. Steigerwald), das zum Landkreis Schweinfurt gehört.

Die ersten Hinweise auf eine Bebauung reichen bis in das frühe 12. Jahrhundert zurück (z. B. Ringmauerreste). Etwa um das Jahr 1303 ging die Burganlage in den Besitz des Hochstiftes Würzburg über und wurde strategisch ausgebaut. Bald galt sie als eine der mächtigsten Wehranlagen im Bistum Würzburg und diente als sicherer Aufbewahrungsort für Schatz und Urkunden.

Burgmauer am Zabelstein

In der Zeit zwischen 1410–1430 erfolgten mehrer Umbaumaßnahmen, die eine Umrüstung zur Artillerieverteidigung, inklusive Schildmauer und Rundtürmen beinhalteten.

Wie viele andere Burganlagen, wurde auch die Burg Zabelstein im Bauernkrieg 1525 beschädigt, jedoch nicht erobert. Fürstbischof Julius Echter ließ sie ab 1586 aufwendig renovieren und instand setzen.

Rundturm und Mauer am Zabelstein

Ein Brand 1689 führte letztendlich zur endgültigen Zerstörung der mächtigen Burg. Die Reste der Anlage wurden anschließend als Steinbruch genutzt und so verfiel die Burg zu einer Ruine.

Seit dem Jahre 2013 wurde mit der systematischen Sanierung der Ruine begonnen und Informationstafeln aufgestellt.

Aussichtsturm und Schutzhütte

Aussichtsturm auf dem Zabelstein

Heute befindet sich auf dem Zabelstein eine Schutzhütte (Lingmann-Haus). Direkt daneben ist seit dem Jahr 2020 der neue Aussichtsturm auf dem Zabelstein. Der Turm hat eine Höhe von fast 20 Metern und die Form eines Sechseckes. Von der Aussichtsplattform auf dem Turm hat man eine herrliche Rundumsicht auf den Steigerwald und umliegenden Ortschaften bis weit in die Rhön und nach Thüringen hinein.

Bereits seit dem Jahr 1956 gab es auf dem Zabelstein einen Aussichtsturm. Er wurde im Jahr 1978 durch einen Nachfolgebau ersetzt, bevor dann im Jahr 2020 der heutige Turm fertig gestellt wurde.

Der Zutritt zum Turm ist kostenlos – es wird jedoch um eine Spende gebeten, um den Turm auch für zukünftige Besucher offen zu halten.

Sonstiges

Ehemaliger Kohlenmeiler - Infotafel

In der Nähe befindet sich der Wanderparkplatz Zabelstein. Von dort aus ist die Ruine fast ebenerdig zu erreichen. Ein Großteil des Weges ist asphaltiert und somit für Kinderwagen und Rollstühle bestens geeignet.

Auf dem Weg vom Parkplatz zur Ruine kommt man an der ehemaligen Siedlung auf dem Zabelstein vorbei. Heute sind nur noch kleine Mauerreste von Häusern und der Brunnen zu sehen.

Frey am Zabelstein

Auf dem höchsten Punkt des Zabelsteins befand sich eine Funkstation der Amerikaner während des „Kalten Krieges“. Die heutige Anlage wird vom Katastrophenschutz genutzt.

Am Eingang der Burganlage befindet sich ein kleiner Kiosk, der Getränke, Speisen und Eis anbietet (leider im August/September geschlossen). Aushang am Parkplatz beachten.

Anschrift

Öffnungzeiten

Die Ruine ist ganzjährig und rund um die Uhr kostenlos zu besichtigen. Der Aussichtsturm ist tagsüber kostenlos zugänglich (Spende erbeten).

Impressionen

Burgruine Stollburg
Burg Hartenstein (Mfr.)